Wie Mandanten heute eine Kanzlei finden
Kaum jemand stöbert nach einer Kanzlei. Menschen haben ein rechtliches Problem und suchen konkret: „Fachanwalt Arbeitsrecht Lüneburg“, „Anwalt Verkehrsunfall“, „Abmahnung erhalten, was tun“. Sie entscheiden anhand des Google Local Pack, der Bewertungen, ein paar Anwalts-Verzeichnissen und zunehmend einer KI-Antwort. Wer in diesem Moment mit dem passenden Schwerpunkt und einem vertrauenswürdigen Auftritt sichtbar ist, bekommt die Erstberatung.
Bei Recht ist E-E-A-T die halbe Miete
Rechtsthemen zählen für Google zu den YMYL-Themen (Your Money or Your Life), bei denen Vertrauen und nachweisbare Kompetenz stärker gewichtet werden als bei einem Café. Das heißt für dich: Fachkompetenz sichtbar machen. Namentliche Anwaltsprofile mit Titel (Rechtsanwalt, Fachanwalt für …), Zulassungsjahr, Kammerzugehörigkeit, Schwerpunkten und echten Beiträgen statt einer anonymen „Kanzlei“-Seite. Genau das ist E-E-A-T, und im E-E-A-T-Leitfaden steht, wie diese Signale konkret aussehen.
Die Seiten, die Mandate gewinnen
Zwei Arten von Seiten leisten die Hauptarbeit:
- Eine echte Seite je Rechtsgebiet. Keine Aufzählung, sondern eine richtige Seite für Arbeitsrecht, für Familienrecht, für jeden Schwerpunkt, den du wirklich bearbeitest, mit konkretem Text, wie du in typischen Fällen vorgehst.
- Eine Fachanwalt- bzw. Personenseite. Der Titel Fachanwalt für X ist dein stärkstes Vertrauenssignal. Eine eigene, auffindbare Profilseite je Anwalt bündelt Titel, Werdegang und Themen und ist oft die Seite, die eine KI zitiert.
Ort-plus-Rechtsgebiet-Seiten für deinen Standort helfen zusätzlich, solange sie echten Content tragen und keine dünnen Textbausteine sind.
Schema für Kanzleien
| Feld | Warum es zählt |
|---|---|
| Spezifischer Typ (Attorney / LegalService) | Ordnet dich als Rechtsdienstleister ein, nicht als generischen Betrieb |
| areaServed | Nennt Standort und Einzugsgebiet, in dem du Mandate annimmst |
| knowsAbout | Verankert deine Rechtsgebiete als Themen der Entity |
| Person + sameAs | Anwalts-Node je Person, sameAs auf Kammer-, anwalt.de- und LinkedIn-Profil |
Die Grundidee steht im Schema-Guide; für Kanzleien sind der Attorney-Typ plus knowsAbout und die verknüpften Personen-Nodes das, was du zuerst richtig machst.
Das anwaltliche Werberecht kurz und praktisch
SEO für Kanzleien läuft im Rahmen von BRAO §43b und dem UWG. Die Faustregel: sachliche, berufsbezogene Information ist erlaubt und erwünscht, reklamehafte oder irreführende Aussagen und Erfolgsversprechen sind es nicht. Praktisch heißt das: beschreibe Rechtsgebiete, Vorgehen und Erfahrung konkret, aber verzichte auf „bester Anwalt“ oder Zusagen zum Ausgang eines Verfahrens. Bewertungen ehrlich einsammeln, nie mit Anreizen erkaufen. In diesem Rahmen ist gute SEO völlig unproblematisch, sie macht genau das, was das Berufsrecht erlaubt: sachlich auffindbar sein.
Bewertungen und die Verzeichnisse, die zählen
Vertrauen entscheidet bei Rechtsberatung besonders stark. Frag zufriedene Mandanten stetig und ehrlich um eine Bewertung und halte deine Daten konsistent über die Orte, die zählen: Google-Unternehmensprofil zuerst, dann die Anwalts-Portale anwalt.de und 123recht, der Eintrag im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis der Rechtsanwaltskammer sowie Das Örtliche. Überall gleicher Name, Adresse, Telefon.
KI nennt auch Anwälte
Frag Perplexity nach „einem Fachanwalt für Arbeitsrecht in Lüneburg“, und sie nennt eine Auswahl. Ob du dabei bist, hängt an denselben Signalen: ein klarer Fachschwerpunkt, echte Rechtsgebiets- und Personenseiten, Bewertungen und konsistente Daten über Kammer und Verzeichnisse. Mach die Grundlagen, und du wirst in KI-Antworten genannt, genau dann, wenn jemand einen Anwalt sucht.
Häufige Fragen
Darf ich als Anwalt überhaupt Werbung machen?
Ja. Erlaubt ist sachliche, berufsbezogene Information über deine Tätigkeit (BRAO §43b). Verboten sind reklamehafte oder irreführende Aussagen und Erfolgsversprechen. Gute SEO mit echten Fachinhalten bewegt sich klar im erlaubten Rahmen.
Brauche ich für jedes Rechtsgebiet eine eigene Seite?
Für deine Schwerpunkte ja, jeweils mit echtem Inhalt. Eine Sammelseite, die zehn Rechtsgebiete auflistet, rankt für keins davon, weil Google und die KI keine Tiefe erkennen.
Zählen Google-Bewertungen bei einer Kanzlei?
Ja, stark, weil Mandanten Vertrauen suchen. Sie müssen aber ehrlich zustande kommen. Gekaufte oder mit Anreizen erzeugte Bewertungen sind wettbewerbswidrig und riskant, echte Bewertungen zufriedener Mandanten sind das Ziel.
Werde ich in ChatGPT oder Perplexity als Anwalt genannt?
Wenn Fachschwerpunkt, Ort und Reputation als klare Entity erkennbar sind. Fachanwaltstitel, konsistente Daten über Kammer und Verzeichnisse und echte Rechtsgebiets-Seiten sind genau die Signale, an denen eine KI dich empfiehlt.